Wir sind Europaschule

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum Themenschwerpunkt "Europaschulen - Das Programm im Überblick"


https://kultus.hessen.de/schulsystem/internationales/europaschulen/das-programm-im-ueberblick



Europatag an der Freiherr-vom-Stein-Schule: Europa lebendig erleben Hünfelden

Kreativ, informativ und vielfältig präsentierte sich der diesjährige Europatag an der Freiherr-vom-Stein-Schule. Mit zahlreichen Projekten, Exkursionen und Workshops machte die Schulgemeinde deutlich, dass Europa weit mehr ist als

ein Thema aus dem Unterricht: Im Mittelpunkt standen demokratische Grundwerte, Vielfalt, Menschenrechte, Nachhaltigkeit und ein respektvolles Miteinander.

Viele der Projekte wurden durch Mittel aus dem Schulentwicklungsprogramm der Hessischen Europaschulen finanziert.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf politischer Bildung und Wertevermittlung. Mehrere Klassen besuchten das Haus der Geschichte in Bonn und setzten sich dort mit der Entwicklung der Demokratie, der deutschen Teilung, dem Kalten Krieg, der Wiedervereinigung und gesellschaftlichen Veränderungen auseinander. Auch der Hessische Landtag war Ziel mehrerer Klassen. Nach einer Einführung durch Dietmar

Langusch, den ehemaligen stellvertretenden Schulleiter, erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die parlamentarische Arbeit und konnten dem Landtagsabgeordneten Christian Wendel Fragen zu aktuellen Themen stellen.

Dass die Auseinandersetzung mit Mitbestimmung, Gemeinschaft und Verantwortung bereits bei den Jüngsten beginnt, zeigten die Projekte der Grundschulklassen. Die ersten Klassen beschäftigten sich mit dem Bilderbuch „Bestimmer sein“ und sprachen über Gemeinschaft und Mitbestimmung. Die zweiten Klassen lernten mithilfe der „Giraffensprache“ wertschätzende Kommunikation kennen. In den dritten

Klassen stand das Kinderbuch „Eine Stimme wie deine“ im Mittelpunkt, das Kinder dazu ermutigt, ihre eigene Meinung zu äußern und Verantwortung zu übernehmen.

Auch klare Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung wurden gesetzt. Projekte zum jüdischen Leben in Hünfelden, zu Religion und Werten, zu Alltagsrassismus sowie ein Besuch des Aufnahmelagers in Gießen machten deutlich, wie wichtig Toleranz und gegenseitiger Respekt sind. Die Klasse 7H erlebte beim Projekt „Weltauswahl Eintracht“ im Stadion, dass Vielfalt eine Bereicherung sein kann. Weitere Projekte beschäftigten sich mit Helden und Vorbildern, Gleichberechtigung im Sport sowie den Grundrechten.

Neben gesellschaftlichem Zusammenhalt und Vielfalt spielte auch Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Die vierten Klassen erkundeten in Zusammenarbeit mit der Waldakademie Gießen den Wald. Begleitet von Coaches erlebten sie Abenteuer, Teamgeist und Naturverbundenheit beim Schnitzen, Sägen, Tipibau, Hüttenbau und Stockbrotbacken. Andere Klassen informierten sich im Senckenbergmuseum über

das Aussterben von Tieren, besuchten den Archehof Arilbach oder beschäftigten sich mit Plastik und seinen Folgen für Umwelt und Gesellschaft.

Auch Medienkompetenz und soziales Verhalten kamen nicht zu kurz. Der gesamte fünfte Jahrgang befasste sich mit Internetsicherheit, Cybermobbing, Mediensucht und Fake News. Die sechsten Klassen arbeiteten in Workshops zu Werten, Benimmregeln und respektvoller Kommunikation.

Schulleiter Steffen Laßmann dankte allen Beteiligten für ihr Engagement. Der Europatag habe eindrucksvoll gezeigt, wie bereichernd Vielfalt, gegenseitiger Respekt und gemeinsames Handeln sein können. Als Europaschule möchte die Freiherr-vom-Stein-Schule Europa nicht nur erklären, sondern für die Schülerinnen und Schüler erlebbar machen.

28.05.26

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„Politik zum Anfassen“ an der Freiherr-vom-Stein-Schule – Bundestagsabgeordnete Ayşe Asar im Dialog mit den neunten Klassen des Gymnasialzweiges

Hünfelden-Dauborn (FiBe). „Politik zum Anfassen“ erlebten die neunten Gymnasialklassen der Freiherr-vom-Stein-Schule Hünfelden beim Besuch der Bundestagsabgeordneten Ayşe Asar (Bündnis 90/Die Grünen). Die Politikerin ist unter anderem Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union sowie Sprecherin der Grünen-Fraktion für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Zu Gast an der Europaschule in ihrem Wahlkreis stellte sie sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Bereits in ihren Begrüßungsworten hatte die kommissarische Schulleiterin Babett Kurzius- Beuster das große Interesse der Jugendlichen hervorgehoben. Dieses bestätigte sich schnell:

Asar zeigte sich beeindruckt von der Bandbreite der Fragen, die die Klassen im Politik- und Wirtschaftsunterricht gemeinsam mit ihren Lehrkräften Carina Gey und Bettina Fister vorbereitet hatten.

In zwei Unterrichtsstunden vollführten die Neuntklässler mit Asar einen thematischen Rundumschlag von ihrem Alltag als Abgeordnete über Deutschlands Rolle in Europa und der Raumfahrt bis hin zu Klima- und Bildungspolitik.

„Der Schwerpunkt auf kommunikativen Fähigkeiten, Kreativität und kritischem Denken erfordert, Schule und Ausbildung komplett neu zu denken“, äußerte Asar, die selbst ehemalige Hochschulrektorin und studierte Juristin ist, zu den kommenden Herausforderungen im

Umgang mit Künstlicher Intelligenz an Schulen. Nach ihrer Einschätzung verändere KI Studien- und Berufsbilder so massiv, dass diese umstrukturiert werden müssten. Vieles von dem, was sie in ihrem Jurastudium noch hätte lernen müssen, erledige heute schon die KI. Sie habe auch großen Einfluss auf die Berufswelt, in die die Jugendlichen eintreten würden: „Es wird nicht mehr so sein, dass man einen Beruf 40 Jahre lang ausübt. Man wird flexibler sein und sich öfter umorientieren müssen“.

Trotzdem würde sie persönlich sich wieder für ein Jurastudium entscheiden, da ihr Recht und Gerechtigkeit besondere Anliegen seien. Dazu motiviert und tief getroffen hätten sie als Jugendliche die Brandanschläge auf Wohnhäuser türkischer Familien in Mölln 1992. Bei dem

rechtsradikal motivierten Anschlag waren drei Menschen gestorben, unter anderem ein Mädchen mit gleichem Vornamen.

Die Schülerinnen und Schüler hatten dies auf ihrer Homepage bereits recherchiert und fragten nach, ob dadurch ihr politisches Interesse geweckt worden sei. „Ich habe da noch weniger in Richtung Politik gedacht, eher in Richtung Jura“, erinnerte sich Asar. Für sie sei jedoch klar

gewesen, dass man etwas tun müsse. Mehr denn je wünsche sie sich heute, dass Migration in ihrer Vielfalt als Chance begriffen werde.

Asars spontaner Besuch erwies sich als Kontrastprogramm zur Schilderung ihres Alltags als Abgeordnete im Bundestag, nach dem die Neuntklässler sie ebenfalls befragten. Oftmals erlebe sie diesen als zu starres Korsett.

Als Beispiel nannte sie auf die Frage nach ihrer größten Überraschung bei Antritt im Bundestag vor einem Jahr die Arbeit in den Plenarausschüssen: „Ich hätte gedacht, es geht darum, die Sachverständigen anzuhören und darum zu ringen, welche Lösung die beste ist.“ Tatsächlich seien aber weder die Abläufe noch die Positionen der meisten Bundestagsmitglieder wirklich flexibel, es gehe mehr um Parteipolitik. „Es gibt nur sehr wenige Formate, wo man wirklich miteinander ringt, diskutiert und gemeinsam schaut: wie bekommen wir unser Land nach vorne“, bedauerte sie.

Ernsthaft und auf Augenhöhe stellte sie sich auch kritischen Nachfragen, zum Beispiel hinsichtlich grüner Energie- und Wirtschaftspolitik oder dem Bau von Förderschulen. Es sei der Job der Politiker, das nachvollziehbar zu erklären: „Unsere Verantwortung ist zu zeigen, dass wir Politik machen, die das Leben der Menschen besser macht, das Land besser macht, dass weder Schulen noch Straßen bröckeln und die Menschen sich das Leben in diesem Land überhaupt leisten können. Das macht mir Sorgen, denn ihr seid die Generation, die das tragen muss.“

Der Besuch der Bundestagsabgeordneten war zustandegekommen bei Vorbereitungsarbeiten von Klassenlehrerin Katja Stahlhofen (9Ga) für die Abschlussfahrt der Klassen nach Berlin im nächsten Jahr. Dort sollen die Jugendlichen den Bundestag nicht nur besichtigen, sondern über

Kontakt zu Abgeordneten aktiv erleben. Nach Stahlhofens Anfrage im Bundestag hatte Asar schon drei Tage später kurzentschlossen ihren Besuch in der Europaschule angekündigt, um die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld kennenzulernen.

Beim Gegenbesuch im nächsten Jahr erhalten die Neuntklässler nun die Möglichkeit, den Bundestag hautnah zu erleben und den Dialog mit der Abgeordneten fortzusetzen.

18.05.26

Studienfahrt nach Krakau: Geschichte hautnah erlebt

Eine Gruppe von Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern der Freiherr-vom-Stein-Schule aus Hünfelden unternahm vom 13. bis 17. April 2026 mit den Lehrerinnen Frau Noll und Frau Birkenfeld eine eindrucksvolle Studienfahrt nach Polen. Ziel der Reise war die Stadt Krakau sowie deren Umgebung – ein Ort, an dem Geschichte auf besondere Weise erfahrbar wird.

Die Fahrt wurde im Unterricht in sechs vorbereitenden Stunden intensiv begleitet und zudem von der Hessischen Europaschule finanziell unterstützt.

Untergebracht war die Gruppe in einem Hotel in Oświęcim, unweit der historischen Stätten. Bereits zu Beginn erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Altstadt von Krakau im Rahmen einer ausführlichen Stadtführung. Dabei erhielten sie nicht nur Einblicke in die bewegte Geschichte der Stadt, sondern lernten auch das ehemalige jüdische Viertel Kazimierz kennen. Dieses entwickelte sich über Jahrhunderte zu einem bedeutenden kulturellen und religiösen Zentrum des jüdischen Lebens in Polen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise lag auf der Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus. Am Plac Bohaterów Getta wurde der Opfer des Krakauer Ghettos gedacht. Besonders eindrucksvoll war der Besuch der Apotheke „Unter dem Adler“, die von Tadeusz Pankiewicz geführt wurde. Durch seinen mutigen Einsatz konnte er zahlreichen jüdischen Bewohnern helfen und Leben retten. Die Ausstellung vor Ort machte die Schicksale der Menschen im Ghetto auf bewegende Weise greifbar.

Im Anschluss führte ein Rundgang durch das ehemalige Ghetto bis zum Gelände des früheren Konzentrationslagers Plaszow. Das Lager, zunächst 1942 als Zwangsarbeitslager errichtet und 1944 in ein Konzentrationslager umgewandelt, entstand auf dem Gelände jüdischer Friedhöfe. Bis zu 35.000 Menschen – vor allem Juden, aber auch Polen und Roma – waren dort unter unmenschlichen Bedingungen inhaftiert. Tausende wurden Opfer von Gewalt und Massenhinrichtungen. Bekannt wurde Plaszow auch durch den Film Schindlers Liste, der die grausamen Verhältnisse unter dem Lagerkommandanten Amon Göth eindrücklich darstellt.

Ein besonders bewegender Programmpunkt war der Besuch der ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz und Auschwitz-Birkenau am Donnerstag. Die Führung über das Gelände konfrontierte die Schülerinnen und Schüler mit den Dimensionen der

nationalsozialistischen Verbrechen und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck.

Neben dem historischen Programm blieb auch Zeit, Krakau eigenständig zu erkunden und persönliche Eindrücke von der Stadt zu sammeln.

Die Studienfahrt bot den Jugendlichen die Möglichkeit, Geschichte nicht nur aus dem Schulbuch zu lernen, sondern an authentischen Orten zu erleben. Viele Teilnehmende zeigten sich tief bewegt und nahmen neue Perspektiven und ein gestärktes Bewusstsein für die Bedeutung von Erinnerungskultur mit nach Hause.

06.05.26

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„Demokratie und Frieden“ Europa-Aktionstag der mittelhessischen Europaschulen

Der diesjährige gemeinsame Aktionstag der mittelhessischen Europaschulen fand unter dem Titel „Demokratie und Frieden“ statt. Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler der Europaschulen der Region Mittelhessen, namentlich: Theodor-Litt-Schule Gießen, Freiherr-vom-Stein-Schule Gladenbach, Freiherr-vom-Stein-Schule Hünfelden, Gewerbliche Schulen des Lahn-Dill-Kreises in Dillenburg, Max-Eyth-Schule Alsfeld, des Europa-Studienseminars Gießen gestalteten und erlebten den Aktionstag am 27.05.2023 an der Werner-von-Siemens Schule in Wetzlar. 

Michael Diehl, Schulleiter der Werner-von-Siemens Schule begrüßte die Gäste der Schulen, des Seminars, des Staatlichen Schulamts und des Hessischen Kultusministeriums. Diehl zitierte Robert Schuman, den Gründervater der Europäischen Gemeinschaft, mit der Feststellung „Europäer wird man nicht durch Geburt, sondern durch Bildung“ und rief alle Anwesenden auf, durch kontinuierliches Lernen aufeinander zuzugehen, miteinander zu arbeiten und gemeinsam neue Erfahrungen zu sammeln, damit wir in Europa noch näher zusammenrücken.


Vor diesem Hintergrund starteten 60 Lernende der Europa-Schulen von der Grundschule bis zur Oberstufe Ihre Arbeit in vier verschiedenen Workshops. 

Der Grundschulworkshop, an dem auch die vier Viertklässler unserer Schule teilnahmen, trug den Titel eines afrikanischen Sprichwortes „Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ Angeleitet von zwei Lehrkräften im Vorbereitungsdienst des Europa-Studienseminars bastelten die Kinder Friedenstauben und gestalteten T-Shirts.

Neben weiteren Angeboten leitete die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik einen Workshop zum Thema „Kinderrechte“; hier nahmen 4 weitere Schüler unserer Schule aus der Sekundarstufe teil. 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen tauschten sich alle Anwesenden über die vielfältigen Ergebnisse aus. Eine Schülerin meinte abschließend „Wir haben ganz viel für den Frieden gearbeitet und hatten auch noch Spaß“. 



Autorinnen: Barbara Rustige, Theresia Reitz, Tatjana Mäuer


06.06.23

Europäischer Wettbewerb 2023 - wir haben erfolgreich teilgenommen!

Rezertifizierung der Freiherr-vom-Stein Schule als "Hessische Europaschule" gelungen

Der Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat uns seine Glückwünsche in einer Videobotschaft ausgerichtet, denn auch diese Feier wurde coronabedingt abgesagt.